
Zertifizierung oder Nulleinspeisung - womit sparst du mehr?
Seit wir unseren neuen Zertifizierungsservice für Plug-and-Play-Solarkits in Spanien gestartet haben, fragen uns Kundinnen und Kunden, ob es besser ist, das Kit zertifizieren zu lassen oder eine Nulleinspeisungsvorrichtung zu installieren. Wir haben bereits über die Bedeutung von überschüssigem Strom und Nulleinspeisungsvorrichtungen gesprochen und möchten nun klären, ob die Zertifizierung des Kits eine praktikable Alternative ist.
Was ist eine Nulleinspeisungsvorrichtung und warum brauche ich sie?
Eine Nulleinspeisungsvorrichtung verhindert, dass überschüssige Energie aus deinem Haushalt ins Stromnetz eingespeist wird. Das Gerät misst den Stromfluss in der Hauptstromleitung. Erkennt es, dass Strom aus dem Haushalt ins Netz fließt, drosselt es die Leistung deines Mikrowechselrichters, bis kein überschüssiger Strom mehr ins Netz eingespeist wird. Je nach den örtlichen Vorschriften musst du möglicherweise ein solches Gerät installieren, wenn du keine Installationsbescheinigung hast. Es kostet zwischen 100 und 300 €, bringt dir aber keinen wirtschaftlichen Nutzen. Dein Mikrowechselrichter produziert möglicherweise nicht mit voller Leistung. Dadurch geht dir Stromproduktion verloren, die du ins Netz einspeisen und mit deinem Verbrauch zu anderen Tageszeiten verrechnen könntest.
Was ist eine Zertifizierung für ein Solarkit und wofür brauche ich sie?
Dafür muss dein Stromanbieter zustimmen, deinen Stromüberschuss zu vergüten - entweder, indem er dir für jede ins Netz eingespeiste kWh Geld zahlt, oder indem er deinen Stromüberschuss mit deinem Verbrauch zu anderen Tageszeiten verrechnet. In manchen Ländern verlangen Stromanbieter Unterlagen zu deinem Plug-&-Play-Solarkit. In Spanien ist das ein Zertifikat für die Elektroinstallation (CIE), für das du bezahlen musst. Sobald du dieses Zertifikat hast, schickst du es an deinen Stromanbieter. Dieser prüft, ob dein Zähler in beide Richtungen misst, und aktiviert dann die Messung deines Stromüberschusses. Bei uns kostet dieses Zertifikat inklusive Mehrwertsteuer 129 €, zuzüglich etwaiger Abgaben der lokalen Behörden (zum Beispiel 0 € in Andalusien, Valencia, Navarra oder dem Baskenland, 34,15 € in Katalonien, 50 € in Madrid oder bis zu 125 € in Extremadura).
Fazit
Vergleicht man die beiden Optionen, wird klar, dass ein Gerät zur Nulleinspeisung nur Kosten verursacht und keine Vorteile bietet. Ein Zertifikat hingegen kostet Geld, bringt aber Einsparungen. Über die Lebensdauer deines Plug-&-Play-Solarkits von 30 Jahren wirst du die Zertifizierungskosten sehr wahrscheinlich wieder hereinholen. Doch eine Zertifizierung hat noch einen weiteren Vorteil. Sobald du eine Vergütung für deinen Stromüberschuss erhältst, kannst du mehr Plug-&-Play-Solarkits installieren, als du normalerweise installieren würdest, um mehr Stromüberschuss zu erzeugen und so die Vergütung für deinen Verbrauch zu anderen Tageszeiten zu erhöhen. Wenn dein Stromanbieter deinen Stromüberschuss mit deinem Verbrauch zu anderen Zeiten verrechnet und du dadurch die teuren Kosten pro kWh für den von dir verbrauchten Strom vermeidest, werden deine Einsparungen wahrscheinlich hoch genug sein, um sowohl die Kosten für das Kit als auch für die Zertifizierung in sehr kurzer Zeit wieder hereinzuholen. Nach der Amortisierung deiner Anfangsinvestition kannst du noch viele Jahre lang mit deinem Kit kostenlose Solarenergie erzeugen und jedes Jahr Tausende Euro sparen.





















































