
Verbrauche zuerst deinen selbst erzeugten Strom: Wie speist ein Mikrowechselrichter Strom ins Netz ein?
Bei unseren Robinsun-Steckersolaranlagen sind Solarmodule an einen Mikrowechselrichter angeschlossen, der Gleichstrom für den Gebrauch zu Hause in Wechselstrom umwandelt. Vor Kurzem haben wir Fragen dazu erhalten, warum zuerst der vom Mikrowechselrichter erzeugte Strom genutzt wird, bevor Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen wird. In diesem Blog erklären wir dir die Theorie hinter diesem Phänomen.
Die Grundlagen des Stromflusses
Strom fließt von einem Punkt mit höherem Potenzial (höherer Spannung) zu einem Punkt mit niedrigerem Potenzial (niedrigerer Spannung). Einfach gesagt: Strom „wählt“ den Weg des geringsten Widerstands und fließt von einer Quelle mit höherer Spannung zu einer mit niedrigerer Spannung. Wenn ein Mikrowechselrichter an das Stromnetz deines Zuhauses angeschlossen ist, wandelt er den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um, den deine Haushaltsgeräte nutzen können. Dabei erhöht der Mikrowechselrichter seine Ausgangsspannung leicht, damit sie höher ist als die vom öffentlichen Netz gelieferte Spannung. Dadurch wird der Strom vom Mikrowechselrichter ins Netz „gedrückt“. Die höhere Spannung des Mikrowechselrichters erzeugt einen Potenzialunterschied und sorgt dafür, dass der von deinen Solarmodulen erzeugte Strom verbraucht wird, bevor Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen wird. Zum Beispiel:
- Wenn das öffentliche Netz Strom mit 230 Volt liefert, kann der Mikrowechselrichter seine Ausgangsspannung auf 231 Volt oder etwas mehr erhöhen.
- Da die Spannung des Mikrowechselrichters etwas höher ist, beziehen deine Haushaltsgeräte ihren Strom ganz natürlich zuerst vom Mikrowechselrichter. Denn Strom fließt von der Quelle mit der höheren Spannung (Mikrowechselrichter) und nicht von der Quelle mit der niedrigeren Spannung (dem öffentlichen Netz).
Kürzere Übertragungsstrecke, geringerer Widerstand
Ein weiterer Faktor ist die Nähe des Mikrowechselrichters zu deinem Zuhause. Der Mikrowechselrichter wird normalerweise in deinem Zuhause, in der Nähe deiner Haushaltsgeräte, installiert. Der vom Mikrowechselrichter erzeugte Strom muss im Vergleich zum Strom aus dem öffentlichen Netz eine viel kürzere Strecke zurücklegen. Dieser muss von Kraftwerken über kilometerlange Übertragungsleitungen zu dir gelangen. Bei der Übertragung geht durch den Widerstand in den Leitungen ein Teil der Energie verloren. Dadurch kommt der Strom aus dem öffentlichen Netz mit etwas geringerer Effizienz bei dir an als der Strom, den dein Mikrowechselrichter vor Ort erzeugt. Da der Solarstrom eine kürzere Strecke zurücklegt und dabei auf weniger Widerstand trifft, gelangt er effizienter zu deinen Geräten. Dadurch wird Solarstrom in deinem Zuhause noch stärker bevorzugt.
Batteriespeicher verfügbar
Auch wenn klar ist, wie die vorrangige Nutzung des Stroms aus Solarmodulen und Mikrowechselrichtern funktioniert, gibt es Situationen, in denen du tagsüber nicht viel Strom verbrauchst. Um auch diese letzte Lücke zu schließen, haben wir vor Kurzem Batteriesysteme eingeführt. Damit kannst du den tagsüber mit deinen steckerfertigen Solarkits erzeugten Überschuss für später speichern. Wir bieten jetzt Anker Solarbank, Anker Solarbank 2 Plus und Anker Solarbank 2 Pro an. Solarbank funktioniert mit Solarmodulen und einem Mikrowechselrichter. Die Solarbank-2-Serie hat dagegen integrierte Mikrowechselrichter und lässt sich mit Erweiterungsbatterien zu einer größeren Kapazität stapeln. In unseren früheren Blogbeiträgen findest du weitere Informationen. Oder ruf uns gleich an.
Fazit
Kurz gesagt: Dein Mikrowechselrichter erzeugt Strom mit einer etwas höheren Spannung als das Stromnetz und speist ihn über eine kürzere Entfernung ein. So verbrauchst du zuerst ganz natürlich Solarstrom, sparst Geld und nutzt deine saubere, erneuerbare Energie optimal. Wenn du aber noch mehr aus deiner Stromerzeugung herausholen möchtest, kannst du mit Batterien überschüssigen Strom speichern und noch mehr sparen! Kontaktiere uns per E-Mail, über WhatsApp oder ruf uns direkt an, wenn du noch Fragen hast.





















































